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Wasser – unser flüssiges Lebenselixier

Wasser - unser flüssiges Lebenselixier

Wasser gehört zu einer gesunden Ernährung einfach dazu und ist dabei wohl das gesündeste und kalorienärmste aller Getränke. Woran das liegt, welche Wasserarten existieren und was dir bei deiner täglichen Flüssigkeitsaufnahme hilft, verraten wir dir in diesem Blogbeitrag.

Wasser dient als …

  • … Baustoff: Es ist Bestandteil aller Körperzellen und -flüssigkeiten.
  • … Lösungsmittel: Es ist erforderlich für Stoffwechselabläufe und Transportvorgänge.
  • … Reaktionspartner: Es nimmt an biochemischen Reaktionen teil.
  • … Kühlmittel: Es kühlt den Körper beim Schwitzen ab.

Mangelerscheinungen

Mangelerscheinungen

Ein Wassermangel kann zu schwerwiegenden, manchmal irreparablen Schäden des Organismus führen. Zu wenig Wasser in der Ernährung verschlechtert zunächst die Fließeigenschaften des Blutes. Das wiederum führt dazu, dass Abbauprodukte nicht mehr über die Nieren ausgeschieden werden sowie Muskeln und Gehirn nicht mehr optimal mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Im schlimmsten Fall kommt es zu Nieren- und Kreislaufversagen. Bereits ab 2% Flüssigkeitsverlust (bezogen auf das Körpergewicht) verringert sich die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Dies macht sich vor allem beim Sport und bei der Arbeit bemerkbar.

Die Qual der Wahl

Die Qual der Wahl

Neben dem uns bekannten Leitungs- oder Mineralwasser gibt es noch eine Reihe anderer Wassersorten, die sich alle durch ihre Entstehung, ihre Zusammensetzung und den Geschmack unterscheiden.

Trinkwasser (Leitungswasser)

Leitungswasser wird aus Grund- oder Oberflächenwasser gewonnen. Die Qualität dieses Wassers variiert von Ort zu Ort. Je nachdem wie sauber es ist, muss es deshalb von den Wasserwerken aufbereitet und gereinigt werden.

Natürliches Mineralwasser

Mineralwasser ist ein reines Naturprodukt, das aus dem so genannten Tiefenwasser gewonnen wird. Dieses hat sich in vielen Jahrzehnten aus Niederschlagswasser gebildet. Im Gegensatz zum Trinkwasser wird es natürlich gereinigt und gefiltert, indem es durch Erd- und Gesteinsschichten sickert. Auf diesem Weg nimmt das Wasser außerdem Kohlensäure und Mineralstoffe auf.

Heilwasser

Natürliches Heilwasser muss aus speziellen Heilquellen stammen und unterliegt den strengen Richtlinien des Arzneimittelgesetzes. Als sogenannte Fertigarzneimittel müssen Heilwässer eine medizinische Wirksamkeit aufweisen, also beispielsweise Krankheiten vorbeugen, lindern oder sogar heilen können.

Quellwasser

Auch Quellwasser stammt aus unterirdischen Wasservorkommen, muss aber keine gleichbleibende Menge an Mineralien enthalten oder nachweisbare Wirkungen auf die Gesundheit haben. An die Zusammensetzung von Quellwasser werden die gleichen Maßstäbe wie an Leitungswasser gelegt.

Tafelwasser

Tafelwasser ist eine künstliche Mischung aus Leitungswasser und anderen Zutaten wie Salzwasser oder Mineralwasser. Es muss nicht natürlichen Ursprungs sein.

Wasser mit dem gewissen Etwas

Wie gerade schon erwähnt, stellt Mineralwasser dem menschlichen Körper eine Vielzahl lebenswichtiger Mineralstoffe und Spurenelemente zur Verfügung. 2016 trank jeder Bundesbürger im Durchschnitt 144 Liter und diese Zahl steigt von Jahr zu Jahr. 1980 waren es gerade einmal 40 Liter und im Jahr 2000 ca. 100 Liter. Mineralstoffe sind winzige anorganische Substanzen, die u.a. für einen reibungslosen Ablauf aller Stoffwechselfunktionen sorgen, den Säure-Basen-Haushalt regulieren und die Muskelaktivität und -entspannung koordinieren. Insbesondere für Personen mit einem besonderem Bedarf (Schwangere, Sportler, Menschen mit Erkrankungen wie Osteoporose oder lang anhaltenden Durchfällen) ist die Mineralstoffzufuhr über geeignete Mineralwässer günstig.

Alternative Leitungswasser?

Alternative Leitungswasser?

Das Wasser, das aus unseren Leitungen kommt, ist den strengen Vorschriften der deutschen Wasserverordnung unterworfen. Es ist in Deutschland das wohl am strengsten kontrollierte Lebensmittel. Bevor es für das öffentliche Netz verfügbar ist, durchläuft es mehrere Reinigungsschritte. Trotzdem kann es durch Metalle wie Kupfer und Blei aus Wasserrohren oder mit Schadstoffen wie Nitrat aus den Böden belastet sein.

Über die Hälfte aller Trinkwasserleitungen in Deutschland sind aus Kupfer hergestellt. Grundsätzlich ist Kupfer für den Menschen ein essentielles Spurenelement, von dem der Erwachsene täglich rund 1 bis 1,5 Milligramm zuführen sollte. Hat das Wasser allerdings einen sauren pH-Wert, kann sich das Kupfer aus den Leitungen lösen und sich im Wasser anreichern. Bis in die siebziger Jahre bestanden Wasserleitungen sogar aus Blei, welches in größeren Mengen giftig ist. Nitrate sind Bestandteile von Düngemitteln und können durch die Auswaschung der Böden mit dem Regen ins Grundwasser gelangen. Daher können     in Gebieten, in denen starke Landwirtschaft oder intensiver Weinanbau betrieben wird, die Werte für Nitrate erhöht sein. Zudem haben Untersuchungen in den letzten Jahren mehrfach gezeigt, dass das Leitungswasser in vielen Regionen zu hoch mit Uran belastet ist. Der unverbindliche Leitwert der Behörden liegt bei 10 Mikrogramm Uran pro Liter Wasser.

Der menschliche Körper benötigt all diese Zusätze – jedoch nur in gewissen Mengen. Um das Leitungswasser zu untersuchen, gibt es die schnelle und einfache Möglichkeit mit Teststreifen. Hiermit lassen sich z.B. der pH-Wert und der Härtegrad des Wassers messen lassen. Diese Teststreifen kann man ganz einfach in der Apotheke kaufen. Genauere Wasseranalysen werden bei örtlichen Wasserwerken durchgeführt.

Um auf Nummer Sicher zu gehen, sollten Familien mit kleinen Kindern auf Mineralwasser aus Flaschen für die Nahrungsherstellung zurückgreifen. Zu hohe Uranwerte werden hier bspw. durch „nicht geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ gekennzeichnet.

Trinken – aber richtig

Trinken – aber richtig

Im Schnitt sollte ein Erwachsener am Tag mindestens 1,3 bis 1,5 Liter trinken. Empfehlenswert sind alle Wassersorten, ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees oder Saftschorlen im Verhältnis ein Teil Fruchtsaft und drei Teile Wasser. Bei Diäten, Erkrankungen, Sport oder Hitze kann die empfohlene Menge auch deutlich höher liegen. In der Regel regt der Durst rechtzeitig zum Trinken an. Unter Stress oder bei konzentriertem Arbeiten wird das Durstempfinden jedoch oft unterdrückt. Daher haben wir hier eine kleine Liste an Tipps für dich, die dir dabei helfen sollen, deinen täglichen Flüssigkeitsbedarf zu decken:

  • Trinkration jeweils für den Tag bereit und in Reichweite stellen
  • Trinke, bevor der Durst kommt, immer wieder zwischendurch kleine Mengen
  • Mache Trinken zu deiner Gewohnheit: jeden Morgen ein großes Glas Saftschorle, jedes Mal, bevor Sie aus dem Haus gehen, einen Schluck Wasser oder jeden Abend vor dem Zu-Bett-Gehen eine Tasse Tee usw.
  • Regelmäßig vor und zu den Mahlzeiten trinken
  • Im Alltag kann eine kleine Gedächtnisstütze wie z.B. ein Post-It-Zettel mit dem Wort „trinken“ helfen
  • Ein weiterer Trick: Auf einer Wasserflasche oder Karaffe in Abständen Uhrzeiten markieren
  • Auf Ausflügen, Spaziergängen, beim Einkaufsbummel immer etwas zu trinken dabeihaben
  • Zwischendurch wasserreiches Obst oder Gemüse wie Gurke, Tomate oder Wassermelone naschen

Durstlöscher und Lifestyle-Getränk

Durstlöscher und Lifestyle-Getränk

Einen gegenwärtigen Trend stellen Sodabereiter dar. Für viele Menschen sind diese Geräte eine Entlastung für den Alltag, da man keine schweren Flaschen oder Kästen mehr schleppen muss. Zudem greifen die meisten Hersteller hierbei auf Glasflasche zurück und bieten somit eine Alternative zu umwelt- und gesundheitsschädlichen Plastikflaschen. So hat man immer Wasser im Haus und kann auch noch selbst die Sprudelintensität bestimmen.

Allerdings sollte man bedenken, dass das selbst gesprudeltes Leitungswasser nicht die Menge an lebensnotwendigen Mineralstoffen enthält wie gekauftes Mineralwasser. Die meisten Menschen können diese Defizite durch eine gesunde Ernährung jedoch ausgleichen.

Der neue Sommer-Trend „Infused Water“ bietet eine weitere Alternative für Trinkmuffel. „Infused“ bedeutet so viel wie „aufgegossen“ und genau das ist gemeint: Obst, Gemüse und Kräuter werden hierbei mit frischem Wasser aufgegossen. Diese Mischung lässt man eine Zeit lang im Kühlschrank ziehen, wobei die Aromen der Zutaten auf das Wasser übergehen. Das Ergebnis ist ein dezent fruchtig angereicherter Drink.