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6 Dinge, die deinen Stoffwechsel und deine Fettverbrennung verlangsamen

6 Gründe warum dein Stoffwechsel nicht funktioniert Gastbeitrag von Tobias Fendt

Den Stoffwechsel in Schwung zu halten ist sehr wichtig, um Gewicht zu reduzieren und auch dauerhaft Fett zu verbrennen. Leider gibt es eine Menge Fehler, die du machen kannst, welche deinen Stoffwechsel verlangsamen. Solche kleinen Fehler können es sehr schwer machen, Gewicht zu verlieren und machen dich anfällig dafür, in Zukunft wieder Gewicht zuzulegen. In diesem Artikel möchte ich dir sechs Dinge verraten, welche deinen Stoffwechsel und somit deine Fettverbrennung verlangsamen können.

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1. Du isst zu wenig Kalorien

Eine Ernährung mit zu wenigen Kalorien kann den täglichen Kalorienverbrauch stark senken. Auch wenn ein Kaloriendefizit für einen Gewichtsverlust notwendig ist, kann es dennoch kontraproduktiv sein, wenn die Kalorienaufnahme zu niedrig ist. Sobald du nämlich deine Kalorienzufuhr zu drastisch einschränkst, wird dein Körper annehmen, dass du derzeit nur wenig Nahrung zur Verfügung hast. Infolgedessen, wird dein Stoffwechsel die Kalorienverbrennungsrate senken. Kontrollierte Studien mit schlanken und übergewichtigen Personen haben bestätigt, dass eine Tageszufuhr von weniger als 1000 Kalorien eine erheblich Auswirkung auf die Fettverbrennung im Körper hat (1). Die meisten Studien messen dabei die Fettverbrennung im Ruhezustand. Dies gibt Aufschluss über die Kalorienverbrennung, während wir ruhen. Andere Studien beziehen jedoch auch die Fettverbrennung während Ruhe und Aktivität über 24 Stunden mit ein, welche dann als täglicher Energieverbrauch gemessen wird. In einer Studie wurde übergewichtigen Frauen eine Diät mit einer Zufuhr von 420 Kalorien am Tag verordnet. Das Resultat war, dass der Stoffwechsel auch im Ruhestatus erheblich verlangsamt war. Auch nachdem die Studienteilnehmerinnen im Laufe der nächsten fünf Wochen ihre Kalorienzufuhr wieder erhöht hatten, war dennoch eine erhebliche Verlangsamung der Fettverbrennung im Ruhezustand festzustellen. Eine weitere Studie machte das Experiment mit einer Tagesmenge von 890 Kalorien. Nach drei Monaten hatte sich ergeben, dass sich die Fettverbrennung am Tag durchschnittlich um 633 Kalorien reduziert hatte (2). Somit ergibt sich die Annahme, dass auch eine gemäßigte Reduktion der Kalorienzufuhr den Stoffwechsel ausbremst. Eine viertägige Studie an 32 Testpersonen hatte ergeben, dass sich der Stoffwechsel von Menschen mit einer Tageszufuhr von 1.114 Kalorien etwa doppelt so stark verlangsamt hatte, wie bei der Kontrollgruppe, welche eine Tageszufuhr von 1.462 Kalorien verordnet bekam. Der Gewichtsverlust war bei beiden Gruppen jedoch vergleichbar (3). Wenn du also über Kalorienreduktion dein Gewicht senken möchtest, solltest du deine Zufuhr nicht zu stark senken. Und auf keinen Fall zu lange, denn dies verlangsamt den Stoffwechsel und die Fettverbrennung auf lange Sicht erheblich.

2. Du isst zu wenig Protein

Eine ausreichende Zufuhr von Protein ist sehr wichtig um ein gesundes Gewicht zu erreichen und dieses auch zu halten. Studien haben ergeben, dass eine ausreichende Proteinzufuhr nicht nur das Hungergefühl senkt, sondern auch die Fettverbrennung im Körper erheblich beschleunigt (4). Die Beschleunigung des Stoffwechsels, welche sich nach dem Essen einstellt, wird auch als thermischer Effekt von Nahrung bezeichnet. Der thermische Effekt von Protein ist bedeutend höher als der Effekt von Kohlenhydraten oder Fett. Es wurde beobachtet, dass die Einnahme von Proteinen den Stoffwechsel temporär um 20 – 30 % beschleunigt. Im Vergleich dazu ergaben Kohlenhydrate lediglich eine Beschleunigung von 5 – 10 % und Fett ergab lediglich eine Steigerung von 3 % (5). Allerdings wird sich der Stoffwechsel während des Gewichtsverlustes verlangsamen und dieser Effekt hält auch an, während du dein Wunschgewicht hältst. Allerdings gibt es Beweise, dass eine höhere Eiweißzufuhr diese Verlangsamung reduziert, beziehungsweise minimiert. Eine Studie gab jedem Teilnehmer eine von drei verschiedenen Diätplänen auf den Weg, mit dem Ziel einen Gewichtsverlust von 10 – 15 % zu erreichen. Der Diätplan mit dem höchsten Wert im Bereich Eiweiße verlangsamte den täglichen Kalorienverbrauch lediglich um 97 Kalorien. Im Vergleich dazu verlangsamte sich der Stoffwechsel bei den Studienteilnehmern mit weniger Proteinzufuhr um ganze 297 – 423 Kalorien (6). Ein Ernährungsplan für eine ketogene Diät  wurde nachweislich als sehr effektiv zur Steigerung der Fettverbrennung und des Stoffwechsels empfohlen. Eine weitere Studie hatte herausgefunden, dass ein Mensch etwa 1,2 Gramm Protein pro Tag pro Kilogramm Körpergewicht benötigt, um die Verlangsamung der Fettverbrennung durch Gewichtsverlust zu minimieren (7).

3. Du bewegst dich zu wenig

Viel zu sitzen führt in den meisten Fällen zu einer deutlichen Senkung der täglichen Verbrennungsrate von Kalorien. Leider müssen viele von uns einer Arbeit nachgehen, welche größtenteils im Sitzen ausgeführt wird. Dies hat schlechte Auswirkungen auf den Stoffwechsel und auch auf die allgemeine Gesundheit. Sport zu machen erhöht natürlich den täglichen Kalorienumsatz. Aber auch schon einfache körperliche Tätigkeiten wie Aufstehen, ein wenig Aufräumen oder Treppen zu steigen helfen dabei, die Verbrennungsrate von Kalorien anzukurbeln. Diese Art von körperlichen Tätigkeiten führt zu einer erhöhten Thermogenese durch nicht sportliche Tätigkeiten (NEAT, aus dem Englischen non-exercise activity thermogenesis). Eine Studie hat ergeben, dass regelmäßiges Durchführen von solchen Tätigkeiten einen zusätzlichen Tagesumsatz von bis zu 2.000 Kalorien am Tag ausmachen kann. Allerdings ist so eine drastische Erhöhung nicht allzu realistisch für die meisten Menschen. Eine andere Studie hat herausgefunden, dass vor dem Fernseher sitzen etwa 8 % weniger Kalorienumsatz ergibt, als sitzend zu schreiben und 16 % weniger, als zu stehen (8). Eine stehende Haltung bei der Arbeit oder einfach nur ab und an aufzustehen und ein wenig zu laufen, schützt dich also vor einer Verlangsamung der Fettverbrennung.

4. Du schläfst nicht genug

Ausreichend Schlafen sollte auf deiner Tagesordnung stehen.

Ein erholsamer Schlaf ist enorm wichtig für eine allgemeine Gesundheit und hat auch Auswirkungen auf unseren Stoffwechsel. Weniger Stunden zu schlafen, als dein Körper braucht, erhöht das Risiko für diverse Erkrankungen wie Herzinfarkt, Diabetes und Depression. Verschiedene Studien haben ergeben, dass zu wenig Schlaf auch den Stoffwechsel verlangsamt und somit auch die Wahrscheinlichkeit einer Gewichtszunahme erhöht (9). Eine andere Studie ergab, dass gesunde Menschen, welche über fünf Tage nur vier Stunden pro Nacht schliefen, einen durchschnittlich 2,6 % langsameren Stoffwechsel aufwiesen. Diese Verlangsamung der Verbrennung von Fett normalisierte sich wieder, nachdem die Studienteilnehmer 12 Stunden ununterbrochen schlafen durften. Die Auswirkungen von Schlafmangel verschlimmern sich, sobald du am Tag schläfst, statt in der Nacht. Dieses Schlafmuster unterbricht die natürlichen Schlafzyklen im Körper, welche sich auf den Tag-Nacht-Zyklus beziehen. Eine fünfwöchige Studie hatte ihren Teilnehmern über fünf Wochen ihren Schlafrhythmus auf die oben beschriebene Art und Weise unterbrochen (mehr Schlaf am Tag als in der Nacht). Im Schnitt verlangsamte sich die Kalorienverbrennung im Schlaf bei den Teilnehmern um 8 % (10).

5. Du trinkst zuckerhaltige Getränke

Bunte Getränke sind sehr zuckerhaltig.

Getränke, welche mit Zucker gesüßt wurden, sind die schlechtesten Getränke für deine Gesundheit. Ein hoher Konsum von Limonaden und anderen zuckerhaltigen Getränken konnte mit diversen Gesundheitsproblemen verknüpft werden. Unter anderem aufgetreten sind Insulinresistenz, Diabetes und Fettleibigkeit. Die meisten negativen Effekte dieser Getränke wurden mit Fruktose in Verbindung gebracht. Gewöhnlicher weißer Zucker enthält 50 % Fruktose. Einer Studie aus dem Jahr 2012 zufolge führt der regelmäßige Konsum von Getränken mit Zucker zu einer Verlangsamung des Stoffwechsels und der Fettverbrennung. Während dieser zwölfwöchigen Studie haben die Teilnehmer 25 % ihres täglichen Kalorienbedarfs über zuckerhaltige Getränke gedeckt. Diese Ernährung hat zu einer starken Senkung des täglichen Kalorienverbrauchs geführt (11). Leider gibt es nicht ausreichend Studien über die Zusammenhänge zwischen zuckerhaltigen Getränken und der Verlangsamung des Stoffwechsels. Dennoch hat die Forschung an Tier und Mensch ergeben, dass ein hoher Konsum von Fruktose zu einer erhöhten Fettspeicherung am Bauch und in der Leber führt.

6. Du machst keinen Sport

Regelmäßiges Krafttraining oder Ausdauersport ist eine gute Strategie, um die Verlangsamung des Stoffwechsels zu verhindern. Kraftsport erhöht die Fettverbrennung im Körper von gesunden Menschen. Dies funktioniert jedoch auch für Menschen mit Herzerkrankungen, Übergewicht oder Fettleibigkeit. Ausdauersport erhöht die Muskelmasse im Körper, welches die Gesamtmenge an Fett im Körper reduziert. Eine niedrige Menge von gespeichertem Körperfett erhöht die Menge an Kalorien, die du beim Schlafen verbrauchst. Glücklicherweise konnte auch festgestellt werden, dass schon kleine Mengen Kraftsport den Kalorienverbrauch im Ruhezustand stark erhöhen. In einer sechsmonatigen Studie haben die Probanden lediglich 11 Minuten an drei Tagen in der Woche trainiert. Das Ergebnis war eine um 7,4 % erhöhte Stoffwechselrate im Ruhezustand und ein zusätzlicher durchschnittlicher Verbrauch von etwa 125 Kalorien mehr am Tag (12). Keinen Kraft- oder Ausdauersport auszuüben, führt sogar dazu, dass der Kalorienverbrauch sich verringert, insbesondere wenn du Gewicht verlierst oder älter wirst.

Fazit

Einen Lebensstil zu führen, welcher deinen Stoffwechsel und deine Fettverbrennung verlangsamt, führt auf Dauer zu einer Gewichtszunahme. Idealerweise versuchst du diese Gewohnheiten, so gut es geht, zu vermeiden oder zumindest zu minimieren. Glücklicherweise gibt es viele kleine Schritte, die dabei helfen, deinen Stoffwechsel zu beschleunigen, Gewicht zu verlieren und das Wunschgewicht zu halten. Iss nicht zu wenig Kalorien, iss ausreichend Protein, wenn du viel sitzt, dann bewege dich öfters am Tag, sorge für erholsamen Schlaf, mache regelmäßig Sport, trinke keine zuckerhaltigen Getränke. Mit diesen kleinen Dingen wirst du deinen Stoffwechsel und deine Fettverbrennung verbessern können.

Über den Autor

Dies ist ein Gastbeitrag von Tobias von Brainperform. Er ist Ketorianer, Biohacker, Selbstoptimierer, Autor und Blogger auf www.brainperform.de. In seinen Artikeln gibt er seinen Erfahrungsschatz aus jahrelangem Biohacking weiter, welcher sich auf eine ketogene Ernährung, dem Intermittent Fasting, mehr mentalen Fokus und einem besseren Schlaf bezieht. Mehr über Tobias findest du auf seiner Website.

Quellenangaben und Studien

(1) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8876348
(2) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19198647
(3) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2723638/
(4) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15466943
(5) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC524030/
(6) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22735432
(7) http://jn.nutrition.org/content/143/5/591.long
(8) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26021449
(9) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22972835
(10) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22496545
(11) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21952692
(12) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19346974

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Wasser – unser flüssiges Lebenselixier

Wasser - unser flüssiges Lebenselixier

Wasser gehört zu einer gesunden Ernährung einfach dazu und ist dabei wohl das gesündeste und kalorienärmste aller Getränke. Woran das liegt, welche Wasserarten existieren und was dir bei deiner täglichen Flüssigkeitsaufnahme hilft, verraten wir dir in diesem Blogbeitrag.

Wasser dient als …

  • … Baustoff: Es ist Bestandteil aller Körperzellen und -flüssigkeiten
  • … Lösungsmittel: Es ist erforderlich für Stoffwechselabläufe und Transportvorgänge
  • … Reaktionspartner: Es nimmt an biochemischen Reaktionen teil
  • … Kühlmittel: Es kühlt den Körper beim Schwitzen ab.

Mangelerscheinungen

Mangelerscheinungen

Ein Wassermangel kann zu schwerwiegenden, manchmal irreparablen Schäden des Organismus führen. Zu wenig Wasser in der Ernährung verschlechtert zunächst die Fließeigenschaften des Blutes. Das wiederum führt dazu, dass Abbauprodukte nicht mehr über die Nieren ausgeschieden werden sowie Muskeln und Gehirn nicht mehr optimal mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Im schlimmsten Fall kommt es zu Nieren- und Kreislaufversagen. Bereits ab 2 % Flüssigkeitsverlust (bezogen auf das Körpergewicht) verringert sich die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Dies macht sich vor allem beim Sport und bei der Arbeit bemerkbar.

Die Qual der Wahl

Die Qual der Wahl

Neben dem uns bekannten Leitungs- oder Mineralwasser gibt es noch eine Reihe anderer Wassersorten, die sich alle durch ihre Entstehung, ihre Zusammensetzung und den Geschmack unterscheiden.

Trinkwasser (Leitungswasser)

Leitungswasser wird aus Grund- oder Oberflächenwasser gewonnen. Die Qualität dieses Wassers variiert von Ort zu Ort. Je nachdem wie sauber es ist, muss es deshalb von den Wasserwerken aufbereitet und gereinigt werden. Wenn du dein Leitungswasser trinken möchtest, empfehlen wir dir den Kauf des 4in1-Aquarella-Tischwasserfilters. Hier im Shop bestellen.

Natürliches Mineralwasser

Mineralwasser ist ein reines Naturprodukt, das aus dem so genannten Tiefenwasser gewonnen wird. Dieses hat sich in vielen Jahrzehnten aus Niederschlagswasser gebildet. Im Gegensatz zum Trinkwasser wird es natürlich gereinigt und gefiltert, indem es durch Erd- und Gesteinsschichten sickert. Auf diesem Weg nimmt das Wasser außerdem Kohlensäure und Mineralstoffe auf.

Heilwasser

Natürliches Heilwasser muss aus speziellen Heilquellen stammen und unterliegt den strengen Richtlinien des Arzneimittelgesetzes. Als sogenannte Fertigarzneimittel müssen Heilwässer eine medizinische Wirksamkeit aufweisen, also beispielsweise Krankheiten vorbeugen, lindern oder sogar heilen können.

Quellwasser

Auch Quellwasser stammt aus unterirdischen Wasservorkommen, muss aber keine gleichbleibende Menge an Mineralien enthalten oder nachweisbare Wirkungen auf die Gesundheit haben. An die Zusammensetzung von Quellwasser werden die gleichen Maßstäbe wie an Leitungswasser gelegt.

Tafelwasser

Tafelwasser ist eine künstliche Mischung aus Leitungswasser und anderen Zutaten wie Salzwasser oder Mineralwasser. Es muss nicht natürlichen Ursprungs sein.

Wasser mit dem gewissen Etwas

Wie gerade schon erwähnt, stellt Mineralwasser dem menschlichen Körper eine Vielzahl lebenswichtiger Mineralstoffe und Spurenelemente zur Verfügung. 2016 trank jeder Bundesbürger im Durchschnitt 144 Liter und diese Zahl steigt von Jahr zu Jahr. 1980 waren es gerade einmal 40 Liter und im Jahr 2000 ca. 100 Liter. Mineralstoffe sind winzige anorganische Substanzen, die u.a. für einen reibungslosen Ablauf aller Stoffwechselfunktionen sorgen, den Säure-Basen-Haushalt regulieren und die Muskelaktivität und -entspannung koordinieren. Insbesondere für Personen mit einem besonderem Bedarf (Schwangere, Sportler, Menschen mit Erkrankungen wie Osteoporose oder lang anhaltenden Durchfällen) ist die Mineralstoffzufuhr über geeignete Mineralwässer günstig.

Alternative Leitungswasser?

Alternative Leitungswasser?

Das Wasser, das aus unseren Leitungen kommt, ist den strengen Vorschriften der deutschen Wasserverordnung unterworfen. Es ist in Deutschland das wohl am strengsten kontrollierte Lebensmittel. Bevor es für das öffentliche Netz verfügbar ist, durchläuft es mehrere Reinigungsschritte. Trotzdem kann es durch Metalle wie Kupfer und Blei aus Wasserrohren oder mit Schadstoffen wie Nitrat aus den Böden belastet sein.

Über die Hälfte aller Trinkwasserleitungen in Deutschland sind aus Kupfer hergestellt. Grundsätzlich ist Kupfer für den Menschen ein essentielles Spurenelement, von dem der Erwachsene täglich rund 1 bis 1,5 Milligramm zuführen sollte. Hat das Wasser allerdings einen sauren pH-Wert, kann sich das Kupfer aus den Leitungen lösen und sich im Wasser anreichern. Bis in die siebziger Jahre bestanden Wasserleitungen sogar aus Blei, welches in größeren Mengen giftig ist. Nitrate sind Bestandteile von Düngemitteln und können durch die Auswaschung der Böden mit dem Regen ins Grundwasser gelangen. Daher können     in Gebieten, in denen starke Landwirtschaft oder intensiver Weinanbau betrieben wird, die Werte für Nitrate erhöht sein. Zudem haben Untersuchungen in den letzten Jahren mehrfach gezeigt, dass das Leitungswasser in vielen Regionen zu hoch mit Uran belastet ist. Der unverbindliche Leitwert der Behörden liegt bei 10 Mikrogramm Uran pro Liter Wasser.

Der menschliche Körper benötigt all diese Zusätze – jedoch nur in gewissen Mengen. Um das Leitungswasser zu untersuchen, gibt es die schnelle und einfache Möglichkeit mit Teststreifen. Hiermit lassen sich z.B. der pH-Wert und der Härtegrad des Wassers messen lassen. Diese Teststreifen kann man ganz einfach in der Apotheke kaufen. Genauere Wasseranalysen werden bei örtlichen Wasserwerken durchgeführt.

Um auf Nummer Sicher zu gehen, sollten Familien mit kleinen Kindern auf Mineralwasser aus Flaschen für die Nahrungsherstellung zurückgreifen. Zu hohe Uranwerte werden hier bspw. durch „nicht geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ gekennzeichnet.

Trinken – aber richtig

Trinken – aber richtig

Im Schnitt sollte ein Erwachsener am Tag mindestens 1,3 bis 1,5 Liter trinken. Empfehlenswert sind alle Wassersorten, ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees oder Saftschorlen im Verhältnis ein Teil Fruchtsaft und drei Teile Wasser. Bei Diäten, Erkrankungen, Sport oder Hitze kann die empfohlene Menge auch deutlich höher liegen. In der Regel regt der Durst rechtzeitig zum Trinken an. Unter Stress oder bei konzentriertem Arbeiten wird das Durstempfinden jedoch oft unterdrückt. Daher haben wir hier eine kleine Liste an Tipps für dich, die dir dabei helfen sollen, deinen täglichen Flüssigkeitsbedarf zu decken:

  • Trinkration jeweils für den Tag bereit und in Reichweite stellen
  • Trinke, bevor der Durst kommt, immer wieder zwischendurch kleine Mengen
  • Mache Trinken zu deiner Gewohnheit: jeden Morgen ein großes Glas Saftschorle, jedes Mal, bevor Sie aus dem Haus gehen, einen Schluck Wasser oder jeden Abend vor dem Zu-Bett-Gehen eine Tasse Tee usw.
  • Regelmäßig vor und zu den Mahlzeiten trinken
  • Im Alltag kann eine kleine Gedächtnisstütze wie z.B. ein Post-It-Zettel mit dem Wort „trinken“ helfen
  • Ein weiterer Trick: Auf einer Wasserflasche oder Karaffe in Abständen Uhrzeiten markieren
  • Auf Ausflügen, Spaziergängen, beim Einkaufsbummel immer etwas zu trinken dabei haben
  • Zwischendurch wasserreiches Obst oder Gemüse wie Gurke, Tomate oder Wassermelone naschen

Durstlöscher und Lifestyle-Getränk

Durstlöscher und Lifestyle-Getränk

Einen gegenwärtigen Trend stellen Sodabereiter dar. Für viele Menschen sind diese Geräte eine Entlastung für den Alltag, da man keine schweren Flaschen oder Kästen mehr schleppen muss. Zudem greifen die meisten Hersteller hierbei auf Glasflasche zurück und bieten somit eine Alternative zu umwelt- und gesundheitsschädlichen Plastikflaschen. So hat man immer Wasser im Haus und kann auch noch selbst die Sprudelintensität bestimmen.

Allerdings sollte man bedenken, dass das selbst gesprudeltes Leitungswasser nicht die Menge an lebensnotwendigen Mineralstoffen enthält wie gekauftes Mineralwasser. Die meisten Menschen können diese Defizite durch eine gesunde Ernährung jedoch ausgleichen.

Der neue Sommer-Trend „Infused Water“ bietet eine weitere Alternative für Trinkmuffel. „Infused“ bedeutet so viel wie „aufgegossen“ und genau das ist gemeint: Obst, Gemüse und Kräuter werden hierbei mit frischem Wasser aufgegossen. Diese Mischung lässt man eine Zeit lang im Kühlschrank ziehen, wobei die Aromen der Zutaten auf das Wasser übergehen. Das Ergebnis ist ein dezent fruchtig angereicherter Drink.

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Warum du mindestens einmal pro Jahr fasten solltest

Fasten

Der eigentliche Hintergrund vom Fasten ist ein religiöser: durch den bewussten Verzicht von Genussmitteln bis zum Osterfest rückt man den Glauben und die Besinnlichkeit wieder in den Mittelpunkt. Diese Vorbereitung beginnt 40 Tage vor Ostern am Aschermittwoch und endet an Gründonnerstag. Doch nicht nur langes intensives Fasten wie diese erfüllen ihren Zweck. Auch kurze Phasen ohne Essen tun gut. So genügt es oft schon, ab und zu mal einen Fastentag in der Woche einzulegen oder gar nur ein paar Stunden am Tag. Lies hier mehr dazu. Die wichtigste Botschaft aus den Forschungsinstituten lautet hier: Nicht die Kalorien auf dem Teller zählen, sondern die Stunden ohne Nahrung. 

Egal wofür du dich entscheidest, bei fast allen Fastenarten gilt: Verzichte auf Überflüssiges, aber gib deinem Körper trotzdem, was er braucht. Das heißt, dass mindestens der Grundumsatz gedeckt sein sollte – sprich die Menge an Energie, die der Körper in Ruhe für die Aufrechterhaltung aller Funktionen benötigt. Zusätzlich ist es wichtig, während der Fastenzeit regelmäßig und ausreichend viel zu trinken. Für eine gesunde Person liegt die Empfehlung bei 30 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht und pro Tag. Auch ausreichend Schlaf ist essenziell für die Gesundheit während des Fastens – mindestens sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht. Denn je nach Fastenart kann das Immunsystem in den ersten Wochen geschwächt sein.

Doch wozu das Ganze? Wie haben dir eine kurze und knappe Liste zusammengestellt, die dich überzeugen wird, mindestens einmal pro Jahr fasten zu wollen.

Fasten…

  • … steigert aus psychologischer Sicht durch den bewussten Verzicht das eigene Selbstvertrauen und die Disziplin.
  • … besitzt einen genialen Nebeneffekt: Da die Kalorienzufuhr durch Flüssignahrung drastisch reduziert wird, purzeln die Kilos nur so.
  • … entgiftet das Organsystem und sorgt somit für einen stabilen Kreislauf.
  • … lässt dich insgesamt fitter, wohler und weniger müde fühlen.
  • … lässt das Gehirn Glückshormone ausschütten.
  • … wirkt verjüngend und regenerierend.
  • … regt spezielle Reinigungsmechanismen im Körper an.
  • … hemmt Entzündungen.
  • … senkt hohen Blutdruck.
  • … kann unter Umständen bei Krebsleiden helfen.
  • … hilft dabei, den vollen Genuss wahrzunehmen.
  • … regt in Verbindung mit Bewegung den Lymphfluss im Körper an. Das sorgt dafür, dass das Gewebs- und Zellwasser gereinigt und ausgetauscht wird.
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7 gesunde Lebensmittel, die dich vor der nächsten Erkältung bewahren

Draußen ist es nasskalt und ungemütlich, die Fahrgäste in Bussen und Bahnen husten und an diesem Wochenende erwartet uns erneut eine Kältewälle. Unter diesen Bedingungen haben Erkältungsviren leichtes Spiel. Höchste Zeit also, um deine Abwehrkräfte fit zu machen. Damit du einer Erkältung vorbeugen kannst oder du schnell wieder auf den Beinen bist, wenn es dich schon erwischt haben sollte, stellen wir dir 5 gesunde Lebensmittel vor.

Gesunde Lebensmittel #1 Radieschen

Radieschen

Radieschen sind ebenfalls gesunde Lebensmittel und enthalten ätherische Senf-Öle. Diese töten Viren direkt im Mund und Rachen sofort ab und bilden daher den perfekten Schutz vor Schnupfen, Heiserkeit und Bronchitis. Zudem kurbeln Radieschen die Produktion von Antikörpern an. Iss ganz einfach 5 Radieschen nach dem Abendbrot als Snack.

Gesunde Lebensmittel #2 Kohl

Kohl

Egal ob Brokkoli, Grünkohl, Wirsing- oder Rosenkohl – Kohlgemüse enthält viel Vitamin C und Vitamin E und ist damit gut für die Immunabwehr. Grünkohl zum Beispiel senkt die Infekt-Anfälligkeit gegen Viren und Bakterien um bis zu 30%. Einfach zweimal die Woche genießen. Der Pflanzenstoff Sulforaphan in Brokkoli hingegen aktiviert die Abwehrzellen im Blut und kurbelt zugleich die Antikörper-Produktion an. Wichtig ist, Brokkoli nicht zu kochen, sondern nur drei Minuten in Wasserdampf zu garen und das zweimal pro Woche als Beilage.

Gesunde Lebensmittel #3 Äpfel

Äpfel

Äpfel enthalten mehr als 50 Vital-Stoffe sowie einen extrem hohen Polyphenol-Gehalt. Daher wirken Äpfel entzündungshemmend und beugen so Erkrankungen vor. Zudem machen die enthaltenen Pektine satt und wirken verdauungsfördernd – und eine gute Verdauung stärkt wiederum die Abwehrkräfte. Verordne dir hierfür eine Dosis von 2 Äpfeln pro Tag.

Gesunde Lebensmittel #4 Fenchel

Fenchel

Die ätherischen Öle des Fenchels dienen als Desinfektionsmittel für die Schleimhäute. Sie töten Krankheitserreger ab und verhindern zugleich deren Neuansiedelung. Am besten ist Fenchel in Form von Tee zu genießen. Einmal am Tag pro Tasse einen Löffel Fenchel-Samen zehn Minuten in heißem Wasser ziehen lassen.

Gesunde Lebensmittel #5 Rote Bete

Rote Bete

Der rote Farbstoff Betanin unterstützt die Leber- und Gallenfunktion. So können krank machende Stoffe schnell wieder aus dem Körper abgeleitet werden. Gleichzeitig senkt rote Beete den Bluthochdruck. Die rote Knolle kann auf verschieden Wege verzehrt werden. Zum Beispiel geraspelt mit einem Apfel, Öl, Essig, saurer Sahne, Salz und Pfeffer als Salat. Oder alternativ als Suppe oder Gemüsebeilage. Wichtig hierbei ist es, die rote Beete mit der Schale zu kochen oder im Backofen zu garen, damit die gesunden Inhaltsstoffe erhalten bleiben.

Gesunde Lebensmittel #6 Ingwer

Ingwer

Ingwer ist ein natürlicher Entzündungshemmer und aufgrund seiner chemischen Struktur auch als das „Aspirin der Natur“ bezeichnet. Die ätherischen Öle, die Gingerole, und die Scharfstoffe aus den Wurzeln wirken antibakteriell. Zudem regen sie die Durchblutung an und wärmen den Körper so von innen heraus auf. Ganz einfach ein daumengroßes Stück Ingwer in feine Scheiben schneiden, mit 1 Liter kochendem Wasser aufgießen und 10 Minuten ziehen lassen. Mehrmals über den Tag verteilt heiß oder kalt genießen.

Gesunde Lebensmittel #7 Hagebutte

Hagebutte

Die Hagebutte enthält 5 Mal mehr Vitamin C als eine Zitrone. So aktiviert sie die körpereigenen Abwehrkräfte. Klassisch zubereitet als Tee, beugt ein Glas täglich Infektionskrankheiten vor. Oder wie wäre es zum Frühstück mit Hagebutten-Konfitüre? Die spendet Energie für den Tag.

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4 Tipps für mehr Mikronährstoffe

Mikronährstoffe
Im heutigen Blogartikel beschäftigen wir uns damit, wie du mehr und bessere Mikronährstoffe zuführen kannst. Du erhältst von uns vier einfache Tipps, um mehr Mikronährstoffe am Tag in deinen Körper hineinzubefördern. Befolge unsere Tipps und du kannst dich schon bald fitter und vitaler fühlen.

Tipp 1: Iss jeden Tag einen kleinen Salat für mehr Mikronährstoffe

Damit du deinen Anteil an Rohkost am Tag erhöhen kannst, ist es ein einfaches Mittel, wenn du dir jeden Tag einen kleinen Salat gönnst. Den Salat kannst du bereits für 2 bis 3 Tage im voraus klein schneiden. Mache ihn so bunt wie möglich. Je bunter, desto vielfältiger sind die Mikronährstoffe darin. Deine Portion Salat für den Tag kommt dann portioniert in ein Vorratsbehälter und ab in den Kühlschrank. Kurz vor dem Verzehr, machst du noch dein Dressing darüber und genießt deinen Salat als Beilage oder als kleine Zwischenmahlzeit. Damit ist deine Portion Rohkost für den Tag gesichert und dein Körper freut sich über eine ausgewogene Mischung an Mikronährstoffen.

Salat
Salat versorgt dich mit Mikronährstoffen und schmeckt lecker.

Tipp 2: Beginne den Tag mit warmem Zitronenwasser und etwas Honig

Gerade jetzt im Herbst und auch bald im kühlen Winter, sehnen sich viele Menschen nach etwas warmem zu trinken. Ein genialer Trink und darüber hinaus auch ein Booster in Sachen Mikronährstoffe, ist eine ausgepresste Zitrone mit etwas lauwarmem Wasser. Für die Süße nimmst du etwas Honig vom Imker aus der Region und du versorgst dich noch mal zusätzlich mit vielen gesunden sekundären Pflanzenstoffen.

Tipp 3: Trinke am Tag ein großes Glas Gemüsesaft

Eine hervorragende Möglichkeit, um Mikronährstoffe in geballter Form zuzuführen, ist das Trinken von Gemüsesäften. Mache es dir zur Gewohnheit, dass du ein großes Glas Gemüsesaft am Tag trinkst. Dazu benötigst du einen hochwertigen Entsafter, der das Gemüse schonend entsaftet. Gerne kannst du auch eine kleine Menge Obst hinzugeben, aber der Hauptbestandteil sollte Gemüse sein. Wir empfehlen ein Verhältnis von 80% Gemüse zu 20% Obst für einen optimales Geschmackserlebnis und eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen, ohne ein zu viel an Zucker. Wenn du dich für Saftfasten interessierst, dann lies hier die Geschichte von Joe Gross. Das Buch gibt es auch in deutscher Sprache.

gemüsesaft
Mikronährstoffe zum Trinken.

Tipp 4: Iss täglich Eier

Ein guter Trick, um dich auch mit den fettlöslichen Vitaminen A,D,E und K zu versorgen, ist das tägliche Essen von Eiern. Diese versorgen dich nicht nur mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, sondern auch mit hochwertigem Eiweiß. Das Märchen vom Anstieg des Cholesterinspiegels, aufgrund zu vieler Eier am Tag, ist auch längst überholt. Du kannst bedenkenlos mehr als nur ein Ei pro Tag essen, ohne das dein Cholesterinspiegel an die Decke geht.
Dies waren nun vier einfache Tipps, wie du mehr Mikronährstoffe zu dir nehmen kannst. Die Tipps sind extra einfach gehalten und lassen sich problemlos in deinen Alltag integrieren. Lediglich der Kauf eines Entsafters wäre hierbei eine größere Hürde. Es gibt aber auch mittlerweile tolle Firmen, die gute Produkte in diesem Bereich anbieten. Hier empfehlen wir die Produkte von www.yuicery.de. Viel Erfolg beim Umsetzen.